Was ist FTP?

FTP ist die Abkürzung für das FileTransferProtokoll. Das FTP-Übertragungsprotokoll ist unabhängig vom verwendeten Betriebssystem und von der Art der Verbindung.
Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, für was ein FTP-Programm verwendet werden kann. Zusätzlich zur Möglichkeit Daten über das FTP-Protokoll zu übertragen, erlaubt das FTP-Programm auch die Anzeige von Verzeichnissen, bzw. deren Umbenennung oder die Einschränkung von Rechten. Auch eine Sicherung der Internetseite können Sie mit FTP erstellen; in diesem Fall kopieren Sie die Daten, die auf dem Webspace vorhanden sind, lokal auf Ihren Rechner. Außerdem können Sie mittels eines FTP-Programms die Dateien für Ihre Homepage auf Ihren Webspace hochladen.
FTP beschreibt die Datenübertragung vom Server zum Client und vom Client zum Server. Es erlaubt die Anzeige von Verzeichnissen sowie die Einschränkung der Rechte. SFTP ist das gleiche wie FTP, nur ist hier der Kanal der Übertragung verschlüsselt, oft wird diese Verschlüsselung anhand eines Zertifikats durchgeführt.
Daher ist FTP besonders für die Übertragung von großen Datenmengen geeignet.
 

Wie funktioniert das?

Zum Senden und Empfangen von Dateien sowie zur Übertragung von Verzeichnislisten (der Standard-Port dafür ist Port 21) wird pro Vorgang jeweils eine separate TCP-Verbindung verwendet. FTP kennt für den Aufbau solcher Verbindungen zwei verschiedene Modi:

  • Aktives FTP: Beim aktiven FTP (auch „Active Mode“) öffnet der Client einen zufälligen Port und teilt dem Server diesen sowie die eigene IP-Adresse mittels des PORT- oder des EPRT-Kommandos mit. Dies ist typischerweise ein Port des Clients, der jenseits von 1023 liegt, kann aber auch ein anderer Server sein, der seinerseits in den Passive Mode geschaltet wurde, also auf eine Verbindung wartet (so genanntes FXP). Heutzutage ist FXP jedoch bei den meisten FTP-Servern aus Sicherheitsgründen standardmäßig deaktiviert. Die Datenübertragung auf der Server-Seite erfolgt dabei über Port 20. Die Kommunikation mit Befehlen erfolgt ausschließlich auf dem Control Port. Man spricht auch von der Steuerung „Out of Band“. Somit bleibt es möglich, dass während der Datenübertragung die Partner noch immer miteinander kommunizieren können.
  • Passives FTP: Beim passiven FTP (auch „Passive Mode“) sendet der Client ein PASV- oder ein EPSV-Kommando, der Server öffnet einen Port und übermittelt diesen mitsamt IP-Adresse an den Client. Hier wird auf der Client-Seite ein Port jenseits 1023 verwendet und auf der Server-Seite der vorher an den Client übermittelte Port. Diese Technik wird eingesetzt, wenn der Server keine Verbindung zum Client aufbauen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Client sich hinter einem Router befindet, der die Adresse des Clients mittels NAT umschreibt, oder wenn eine Firewall das Netzwerk des Clients vor Zugriffen von außen abschirmt.

FTP und Compello

Sowohl im Compello Clearing Center als auch im BTE Clearing Center wird diese Art der Kommunikation häufig eingesetzt.

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